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Was tun gegen Prüfungsangst?

Du bist nicht allein

"Vor Prüfungen habe ich meistens Angst" - jede/r vierte Studierende in Deutschland stimmt dieser Aussage voll und ganz zu. Fast jede/r zweite Studierende hat bereits während einer Prüfung einmal einen Blackout erlebt und das Gelernte vor Aufregung vergessen. Dies geht aus dem 13. Studierendensurvey an Universitäten und Fachhochschulen von 2017 hervor.

Mehr als Lampenfieber

Eine leichte Aufregung vor einer Prüfung fördert die Leistungsfähigkeit. Alle Ressourcen können abgerufen werden: Wachheitsgrad, Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen steigen. Wird die Angst aber zu groß, dann blockiert sie die Leistungserbringung: Relativ einfache Aufgabenstellungen werden vor lauter Aufregung nicht verstanden. Die Nervosität führt dazu, dass Lösungshinweise übersehen werden.

Symptome

Prüfungsängste können sich in körperlichen oder seelischen Beschwerden äußern. Körperliche Symptome können beispielsweise Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, übermäßiges Schwitzen, Atemnot, Benommenheit, schneller Herzschlag oder ein trockener Mund sein. Psychische Symptome können beispielsweise Selbstverurteilungen, Wut auf sich und andere oder das Gefühl der Hoffnungslosigkeit sein. Und natürlich führen Prüfungsängste zu Leistungseinbußen bei Tests – obwohl Du ausreichend gelernt hast!

Therapie-Optionen

Viel Bewegung, ausreichend Schlaf, gute Ernährung und eine sinnvolle Lernorganisation - das sind die Grundvoraussetzungen für ein entspanntes Herangehen an Prüfungen. Aber was tun, wenn die Angst übermächtig wird? Wenn es zu einem Teufelskreis kommt aus erlebtem Prüfungsversagen - Angst vor einem erneuten Prüfungsversagen - erneutem Prüfungsversagen? Dann kann eine Hypnotherapie helfen, die Ängste durch Zuversicht zu ersetzen und den Teufelskreis zu durchbrechen.

Weitere Informationen finden Sie in einer Broschüre der Universität Bielefeld.